Die 1W6 Freunde und der Pfad der Abenteuer

April 24, 2010 von Thomas Michalski

Hallo zusammen!

Nachdem wir uns nun, nach Monaten, die wir scheinbar vor allem mit Selbstverwaltung verbracht haben, auf der RPC ja schon wieder – wie wir hoffen – gut aufgelegt und guter Dinge präsentieren konnten, gibt es nun auch langsam wieder konkrete Veröffentlichungspläne.

Einigen Leuten auf der Messe in Köln habe ich von dem Projekt, von dem ich heute sprechen will, schon erzählt, ansonsten dürfte die Kunde allerdings noch „druckfrisch“ sein: Wir bringen Abenteuer zu den 1W6 Freunden. Gut, dass wir, nachdem das Buch via Prometheus sogar weitläufig den Weg in die Läden gefunden hat, nicht einfach die Füße stillhalten würden, war abzusehen. Hier und heute verrate ich euch aber mal, wie das aussehen wird.

Es wird im Laufe des Jahres eine ganze Reihe von Abenteuern ihren Weg auf unsere Seite finden. Alle sind sie als Oneshots angelegt und dennoch gibt es ein übergreifendes Geheimnis, das sich jenen erschließen wird, die alle Teile der auf „etwa 5 Abenteuer“ angelegten Reihe. Geschrieben werden die Titel teilweise vom bekannten Personal, teilweise aber auch von vielleicht eher unerwarteten Gestalten.

Die Reihe richtet sich dabei an alte Hasen wie Neueinsteiger gleichermaßen. Die Idee ist, mit jedem Abenteuer sowohl die Komplexität und Varianz der Geschichte zu erhöhen, und so nach und nach zu zeigen, was so alles in unserem Spiel an Potential steckt.

Den Auftakt wird ein Abenteuer aus meiner Feder bilden: Die 1W6 Freunde und die Wurst des Verderbens. Details dazu verrate ich aber dann erst beim nächsten Mal, wenn ich aus den Notizen des Spieltests eine endgültige Fassung geformt habe. Erstes Feedback, Nachfragen, Kommentare oder den Willen der Beteiligung nehmen wir natürlich immer gerne per Mail oder Kommentarfeld entgegen!

RPC 2010 – Die DORP war da

April 21, 2010 von Michael "Scorpio" Mingers

Eingang zur RPC 2010

Wie ihr sicher schon bei DORP-TV bemerkt habt, waren wir auch dieses Jahr wieder auf der RPC in Köln mit einem eigenen Stand vertreten. Ich denke, ich spreche für alle, wenn ich sage bzw. schreibe, dass wir eine tolle Zeit hatten!

Na gut, als wir Samstag morgen schlaftrunken an der RPC aufschlugen, mussten wir erst einmal unsere entwendeten Tische und Stühle auf der Standfläche ersetzen, aber irgendwas ist ja immer. Mit Hinweisen von Jens „Eismann“ Ullrich, der immer wieder hilfreich zur Stelle war, konnten wir diesen Umstand ausgleichen und uns auf den Ansturm der Fans vorbereiten!

Auch wenn unser Stand mit 2×2 Metern nicht unbedingt riesig war, so befanden wir uns doch in guter Gesellschaft. Gegenüber war die Fanzine-Stand unter anderem mit Ingo „Greifenklaue“ Schulze und Frederike „Flusskiesel“ Schmutzler von der Anduin besetzt. Neben uns befanden sich die Kollegen vom Zunftblatt und der Redaktion Phantastik. Am anderen Ende des Ganges fanden sich dann auch so verdächtige Gestalten wie Moritz „glgnfz“ Mehlem beim Mantikore-Verlag.

Verteidiger der DORP

Verteidiger des wahren Blödsinns... der DORP

Alleine durch unsere Position konnten wir bereits ein paar Deals abschließen. Also mal sehen, was nach Interviews mit uns zur Xoro und DORP-TV in der Zukunft noch in der Zunftblatt aus dem Hause DORP landen wird, deren aktuelle Ausgabe übrigens auch Material zu 1w6 Freunde enthält, zu dem es die Tage noch einen Beitrag geben wird. Das hatten wir natürlich neben dem DORP-Rollenspiel-Grundregelwerk auch am Stand. Was uns ebenso freute wie überraschte, war das große Interesse am DORP-Rollenspiel, so dass wir Samstag nachmittag schon fast unser ganzes Kontigent an Exemplaren unter das volk gebracht hatten. Wer sich weiter dafür interessiert, findet oben im Link eine Bestellmöglichkeit beim allseits beliebten Amazon oder lädt es sich auf unserer Seite kostenlos herunter. Auch gut kamen unsere sonstigen Downloads an, die wir als Ausdrucke am Stand liegen hatten, wobei ich vor allem Stranded und Blut und Titten hervorheben möchte.

Ralf, Thomas und Janine... sowie ein Kundenkeks

Stranded wusste aufgrund seiner schrägen und völlig verrückten Zufallstabellen ebenso zu begeistern, wie durch die niedlichen Illus von DORP-Zeichner Markus „ego“ Heinen. Blut und Titten lag zwar nur in einer Arbeitsfassung vor, sorgte aber immer wieder für ähnliche Reaktionen. Leute kamen zum Stand, ließen ihren Blick über die Auslagen wandern, stießen auf Blut und Titten, lächelten und fingen an Fragen zu stellen. Ganz groß auch die weiblichen Besucher, die ihren männlichen Begleitern das Spiel mit einem „Das ist doch was für dich Schatz!“ schmackhaft machen wollten. Wie zu erwarten waren die DORP-Lesezeichen sehr begehrt, wobei irgendwie die Blut-und-Titten-Motive auch dieses Jahr wieder als erstes weg waren… trotz doppelter Menge im Vergleich zu den anderen Motiven! Wir wissen eben, was die Leuten wollen. ;)

DORP-TV bei der Arbeit

Apropos… Sonntag lief eine Vorstellung von Xoro auf der RPC, die zu unserer Überraschung auch von Leuten besucht wurde, die NICHT zu unserem Bekanntenkreis zählten! Der Film sorgte für einige Lacher und erfüllt demnach nach wie vor seinen Zweck. Wer ihn auf der RPC verpasst hat oder einfach noch einmal sehen möchte, der kann ihn hier unverbindlich und kostenlos schauen. Die Workshopräume wurden ansonsten von unserem Thomas „Seele der Schar“ Michalski gut mit Vorträgen versorgt, zu denen er in seinem Blog bereits einiges geschrieben hat.

Was bleibt zu sagen? Zwei Tage voller Spaß, interessanter Gespräche, viel Arbeit und einigen neuen Kontakten und Möglichkeiten.

Die DORP ist auch gerne wieder 2011 vor Ort, um zu berichten, zu unterhalten und zu klönen. Wir hoffen, dass man sich dann auch wieder sieht. :)

Die DORP auf der RPC 2010

April 10, 2010 von Michael "Scorpio" Mingers

Auch dieses Jahr sitzt die DORP wieder im Zuge der Aktion Fandom an einem eigenen -Stand auf der RPC. Die Role Play Convention findet dieses Jahr wieder in den Kölner Messehallen statt, diesmal vom 17. bis 18. April, also leider nur noch zwei Tage. Das üppig gefüllte Programmheft findet ihr hier.

Bei uns am Stand (Halle 2.2, Stand 383) werdet ihr nicht nur ebenso tolle wie kostenfreie Lesezeichen finden, sondern auch einen ersten Blick in das Beta-Regelwerk von Blut und Titten werfen können. Da aber einfach nur herumhängen ziemlich undorpig wäre, haben wir einige Aktivitäten vor Ort geplant. Scorpio und Ralf werden das ganze Wochenende über das Messegelände latschen, um Interviews für DORP-TV zu führen. Diese wandern dann wie gewohnt in kurzer Zeit nach der Messe an gewohnter Stelle ins Netz gefunden.

Thomas Michalski ist natürlich auch wieder vor Ort und hält an beiden Tagen je einen Vortrag. Am Samstag von 17 bis 18 Uhr in Halle 2.2, Workshop-Raum 2 gibt es „Einfach Filme machen – Warum Kreativität wichtiger ist als ein Budget“ und Sonntag zur gleichen Zeit, in der gleichen Halle, aber in Workshop-Raum 3 „Wenn nicht jetzt, wann dann?! – Warum das neue Jahrzehnt eine neue Dimension der Selbstveröffentlichung bieten wird„. Wer also auch selber einmal plant, einen Film zu realisieren, ein Buch zu veröffentlichen oder ganz lange Titel für seine Veranstaltungen zu wählen, der sollte sich die Workshops nicht engehen lassen. Mehr dazu gibt es immer mal wieder in seinem Blog.

Wer unseren epischen Barbarenfilm Xoro sehen möchte, der hat Sonntag um 13 Uhr in der Halle 2.2, im Workshop-Raum 2 die Gelegenheit dazu. Viele Mitwirkende und Macher von Xoro werden auch vor Ort sein, um Fragen zu beantworten und das nächste Projekt vorzustellen, mehr dazu im Blog von Eifelarea-Films. Kommt einfach vorbei und habt eine Stunde Spaß mit Unfug. :)

Wir sehen uns dann auf der RPC!

Blut und Titten – Die Genese eines Savage-Worlds-Settings

März 19, 2010 von Michael "Scorpio" Mingers

Nach der ersten Vorstellung von Blut und Titten hier einmal ein paar Kernkonzepte und wie sie sich seit der ersten Version verändert haben.

Freiheit

Freiheit war für mich das grundlegende Konzept hinter Blut und Titten. Es gibt keine Götter die Schicksale bestimmen (auch wenn mächtige Wesen Kräfte verleihen können), es gibt kein Feudalsystem, dessen Knecht man ist, es gibt keine Grenzen des Settings, man erweitert es einfach selbst um das, was man gerade braucht, unterstützt von Tabellen. Das soll sich dann auch im Spiel zeigen. Bevor man die Spieler mit einem Auftrag konfrontiert, dass irgendjemand irgendwas von irgendwo haben möchte, lass sie Gerüchte hören, dass es irgendwas irgendwo gibt und verknüpfe es mit den Bedürfnisse der Charaktere, dass sie von sich aus darauf anspringen. Ein Spieler möchte, dass sein Charakter die geilsten Frauen abbekommt? Streue Erzählungen von der Schönheit der Anführerin des Schlangenkultes (by the way, es wird einen sehr tollen Kult-Baukasten geben) und der Spieler sorgt für den Einstieg. Sowieso sollen die Spieler die Abenteuer bestimmen. Wenn ein Spieler bekannt gibt, dass sie ausziehen werden, um den Troll zu erschlagen und sein Herz zu fressen, so bekommt er dafür einen XP. Belohne die Spieler für das was sie wollen und das Spiel läuft von selbst.

Trophäen

Magie ist bei Blut und Titten eine gefährliche Sache und verzauberte Gegenstände fast völlig unbekannt. Man kann aber Monstern bestimmte Gegenstände entreißen und dann benutzen. Dafür muss man sie aber erst einmal mit einem Handwerk-Test „ernten“ und dann verarbeiten. Dann gibt es die Besonderheit des Monsters (Bonus gegen Kälte bei Frostwolffell, etc.) als Effekt. Somit kann man auch gezielt auf Monsterjagd gehen, wenn man etwas haben möchte.

Geiles Weibsvolk

Frau zu sein ist nicht übel, denn Frauen sind in Fantasy-Settings ziemlich geile Geräte. Frauen stehen deswegen bei Blut und Titten einige Optionen offen, die Männer niemals erfüllen können. Das reicht von sexy Rüstungen, die Boni auf Umhören geben, über Vorteile wie große Hupen bis hin zu Handicaps wie Bärtig. Außerdem steht ihnen ein schreckliches Manöver zur Verfügung, das kein Mann jemals einsetzen würde: den Tritt in die Weichteile, der so furchtbar ist, dass sogar umstehende Männer dadurch angeschlagen werden können. Owww…

Gelage

Natürliche Heilung ist bei Savage Worlds recht langsam, weswegen ein System her musste, dass das ganze beschleunigt und auch neue Abenteuer ermöglicht. Wie man von Barbaren weiß, kann Party Hard einen gestanden Helden stärker mitnehmen, als der kniffligste Kampf. Je mehr seiner Reichtümer ein Charakter in ein Gelage investiert, desto mehr Bonus bekommt er auf seinen Heilversuch für natürliche Heilung. Und es gibt einen derartigen Versuch pro Tag Gelage. Und es gibt einen Bonus für Gerüchte. Leute verraten eben lieber Geheimnisse, wenn ein paar freie Becher Met dabei rausspringen.

Außerdem kann man richtig hart feiern und sich dann überraschen lassen, was passiert. Dazu gibt es einige zufällige Ereignisse die von einem fiesen Kater bis zu Sklavendienst auf einer Galeere reichen, aber auch erfreulich sein können, wie neue Gefolgsleute oder Reichtümer.

Blutbäder

Die erste Idee war natürlich, das ganze möglichst blutig zu gestalten. Dazu wurden die Statisten verschlechtert, dass sie bei einer Steigerung im Angriff nur +2 Schaden statt einem W6 erhalten, um den Schaden von ihnen besser zu regulieren. Derjenige, der in einem Kampf die erste Wunde schlägt, erhält einen First-Blood-Bennie als Belohnung. Das belohnt offensives Spiel, wie es sich für Barbaren gehört. Der wichtigste Aspekt dazu war aber dann wohl der, der sich seitdem am meisten gewandelt hat. Die Charaktere sollten für jeden Statisten den sie töten einen Blutpunkt erhalten, mehr wenn sie ihn mit einer besonders brutalen Attacke ausknipsen (Angriff auf Kopf oder Körperteil mit entsprechender Erschwernis). Diese Blutpunkte sollten sie wie Machtpunkte einsetzen können, um Effekte auszulösen, die wir Zauber wirken. Das hätte aber dazu geführt, dass die Nahkämpfer kaum von Nahkampf-Magiern hätten unterschieden werden können, außerdem brauchen die Kämpfer schon ihre Steigerungen für andere Sachen und können nicht noch zusätzlich Magierkram lernen. Also kam die Idee auf, diese Effekte als Talente zu kaufen. Sprich: Ich nehme das Talent Kopfsammler und kann dann fünf Blutpunkte gegen einen freien Angriff auf den Kopf eintauschen oder ich kann dann für so und so viele Blutpunkte das Herz des Gegners rausreißen und verschlingen, wodurch ich automatisch eine Wunde heile. Kein guter Ansatz, denn das hätte dazu geführt, dass man viel zu viele Talente hätte lernen müssen, die man sich schlicht nicht leisten kann. Außerdem hat sich in Spieltests gezeigt, dass die zusätzliche Ressource Blutpunkte zu aufwändig ist. Gerade Zauberer, die diese Dinger auch noch in einem bestimmten Verhältnis als Machtpunkte nutzen konnten, hatten schnell mal 30 verschiedenfarbige Glasperlen vor sich liegen. Der aktuelle Ansatz geht davon aus, dass man bestimmte Manöver lernen kann, neben einigen, die jeder beherrscht. Diese Manöver haben eine Voraussetzung (töte drei Runden lang mindestens einen Statisten, schlage einen Kopf mit Steigerung ab, etc.) und bieten dann einen Vorteil. Das ist allerdings noch nicht ausgearbeitet oder erprobt.

Hügelige Landschaften

Blut und Titten sollten von Anfang an ein modulares Setting erhalten, wie wir es bereits einmal bei Stranded, unserer Lost-Parodie, ausprobiert hatten. Dann hat Markus aber aufgrund meiner Hexfeld-Spielerei eines zusammengewürfelten Settings eine Karte erschaffen, die mir einfach zu gut gefallen hat, um sie nicht zu verwenden. Kalek wird nun das Standard-Setting, auf dem alles aufbauen wird. Natürlich könnt ihr das direkt ignorieren, aber dafür braucht ihr ja weder meine Erlaubnis, noch einen Hinweis dafür. Aber selbst außerhalb von Kalek könnt ihr mit dem Generator das Setting erweitern. Wenn die Gruppe durch die Lande reist, entwickelt sich das unbekannte Land vor ihnen. Der SL würfelt auf der Tabelle und erweitert die Hexfeldkarte entsprechend. So erkunden Spielleiter und Spieler zusammen das Setting. In Siedlungen können die Spieler sich im Vorfeld umhören und so herausbekommen, was es so im Umfeld gibt, was natürlich schlicht gelogen sein kann.

Wilde Rassen

Die Bewohner von Kalek haben sich seit den ersten Ideen stark verändert. Nach total kreativen Varianten ™ von Halblingen und dergleichen, gab es auch eine kristalline Rasse, die allerdings aufgrund eines sehr guten Einwandes („Die haben weder Blut noch Titten!“) sehr schnell rausgeflogen sind. In Blut und Titten wird es nun vor allem menschliche Fraktionen geben, mit ein paar Twists. So gibt es natürlich eine Art Schotten namens Grennoch, einfach weil Schotten cool sind. Sie leben mit ihren toten Ahnen zusammen und sind allgemein cool drauf. Dann gibt es noch die Stahlbrüder, die die hochwertigsten Waffen herstellen, aber ziemlich viel von Ehre, Tod und Brüderlichkeit und… Stahl reden. Die Neruli sind Halbdämonen und ein gutes Beispiel dafür, was passiert, wenn sich eine Kultur mit Kräften einlässt, die man nicht kontrollieren kann.
Soviel als Übersicht zu Blut und Titten. Auf der RPC soll es dann eine Beta-Version geben, in der die meisten Sachen ausgearbeitet sind. Kommt an unserem Stand vorbei und schaut es euch mal an. Das ganze gibt es dann später auch als pdf bei uns. Feedback ist natürlich gerne gesehen. :)

Blut und Titten auf der DORP

März 15, 2010 von Michael "Scorpio" Mingers

Ja, ich schreibe an einem Savage-Worlds-Setting, das Blut und Titten heißt. Interesse geweckt? Ich denke schon, denn Blut und Titten funktioniert immer.

Nun, wie kam es dazu? Markus, seines Zeichens verantwortlich für die Illustrationen der meisten DORP-Downloads, und meine Wenigkeit saßen auf der RPC 2008 am Stand der DORP und haben lange unsere Scherze über ein deutsches Rollenspiel gemacht, dass es seinen Erfolg nur auf Blut und Titten stützen könnte. Und während wir herumscherzten kam dann die Frage auf, ob wir nicht ein Spiel für genau diese Ansprüche machen könnten. Nur ehrlicher, darauf konzentriert, den Geist des Spieles zu erfassen und es klar zu einem Spiel des blutigen Gemetzels zu machen, in dem großbusige Schönheiten sich neben muskelbepackten Kriegern in Abenteuer stürzen konnten.

Viele Überlegungen später entschloss ich mich dann Savage Worlds als Regelsystem zu nehmen, da wir aktuell in unseren Gruppen alle ziemlich begeistert von dem Spiel sind und es mit seinem „Fast! Furious! Fun!“-Gedanken einfach perfekt auf unsere Bedürfnisse passte. Blut und Titten ist kein Spiel der subtilen Interaktion, des persönlichen Horrors oder elaborierten Handlungen. Es ist ein Spiel, in dem die Teilnehmer durch das Blut ihrer unwürdigen Gegner waten, vollbusige Schönheiten vor bösen Zauberern retten und ihre Reichtümer für das flüchtige Vergnügen einer durchfeierten Woche verprassen. Es soll primitiv, sexistisch und gewaltverherrlichend sein. Und alles mit einem Augenzwinkern.

Auf dem Feencon 2009 konnten wir bereits viele Leute für Markus’ großartiges Cover begeistern und einige konservative ältere Herren schocken. Beim Setting-Wettbewerb von Prometheus Games konnte der Entwurf das ich vorgestellt hatte immerhin den sechsten Platz abgreifen, also scheint es durchaus Interesse an Blut und Titten zu geben. Well…Duh!

Blutige Quellen

Eine große Inspirationsquelle für das Spiel waren diverse Videospiele und Fatalities. Das sind besondere Tötungsanimationen und Spezialattacken, die meist besonders effektvoll sind und nicht selten auch extra belohnt werden, sei es nun mit Punkten, Heilung, mehr Schaden, etc. Ich denke da besonders an Golden Axe Beast Rider (Xbox 360), Viking (Xbox 360, PS3), Rune (PC), Total Warrior: Spartan (Xbox), Shadow of Rome (PS2), Weapon Lord (SNES), Mortal Kombat (diverse Teile auf diversen Systemen), Gears of War (Xbox 360), God of War I & II (PS2) und Ninja Blade (Xbox 360, PC). Aber auch Filme wie 300, Conan der Barbar, Conan der Zerstörer, Islandic Warrior, Pathfinder, Scorpion King, Barbaren – Stärker als Feuer und Eisen, Der Unbezwingbare Barbar und Ator haben einen bestimmten barbarischen, blutigen und auch trashigen Stil, den ich gerne in einem Spiel sehen wollte. Sex & Gore ist ja nicht den „neuen Medien“ *hüstel* vorbehalten, wie man in Büchern wie Conan von Robert E. Howard, Die Gotrek & Felix-Romane von William King aus der Warhammer-Fantasy-Reihe, die Gor-Romane von John Norman nachlesen kann. Wer mit diesen Quellen etwas anfangen kann, der sollte auch Blut und Titten im Auge behalten.

Bald gibt es dann hier auch noch die Kernkonzepte des Spiels und wie sich das Spiel seit den ersten Entwürfen bislang entwickelt hat.

Das Kreuz mit dem Redesign

März 9, 2010 von Michael "Scorpio" Mingers

Wer die DORP regelmäßig besucht, dem wird auffallen, dass unsere Update-Frequenz in den letzten Monaten gelitten hat. Hier hatten wir bereits schon einmal darauf hingewiesen, das wir umbauen, aber damit nicht der Eindruck aufkommt, dass wir aufgegeben hätten, gibt es einen ersten Ausblick auf die Dinge, die ihrer Veröffentlichung harren.

Wenn wir fertig sind, dann erwartet euch die beste, schönste und übersichtlichste DORP-Homepage aller Zeiten. Das kostet so viel Zeit, weil die Internetpräsenz der DORP damit a) zum ersten Mal hübsch und b) zum ersten mal übersichtlich wird. Aber… Oh, die neuen Möglichkeiten die wir haben werden! Direktverlinkung von Rezensionen, eine umfassende Suchfunktion, Kommentare zu den Rezis, vereinheitlichte Wertungen bzw. der Wegfall der Noten, einen Fazitkasten, Lektorat (!), RSS-Benachrichtigung bei neuen Inhalten und und und… Cover bei den Rezis. Ja, endlich werden auch die Cover und viele andere Bilder auf der DORP zu finden sein!

Was erst einmal banal klingt, wird recht biestig, wenn man sich die bisherige Zahl von Rezensionen auf der DORP anschaut, für die wir noch die Cover suchen oder einscannen müssen. Wir haben mehr als 1.200 (!) Rezensionen in den letzten zehn Jahren zusammengetragen und dafür Cover zu suchen… ist mühselig, selbst bei Arbeitsteilung. Der durchschnittliche Aufwand pro Cover liegt bei etwa einer Minute, weswegen man alleine für die Suche nach den Buchvorderseiten mal eben lockere 20 Arbeitsstunden veranschlagen kann.

Leider wird unser neues Datenbanksystem die Rezensionen wohl nicht selbstständig übernehmen können. Das heißt, dass wir nach einer Testphase alles händisch übertragen werden, was sicherlich auch noch einmal ordentlich Zeit kostet. Damit wir aber a) arbeitstechnisch etwas entlastet werden und b) später nicht so viele Rezensionen übertragen müssen, haben wir die Zahl der Updates gesenkt. Reziexemplare und Rezis zu aktuellen Produkten kommen nach wie vor schnell online, aber bei einigen etabliert sich momentan noch die Lagerhaltung.

Wenn wir endlich das Redesign fertig, getestet und online haben, kehren wir aber auch nicht zu den etablierten Veröffentlichungen zurück. Das aktuelle Verfahren von Update am Sonntag oder Montag mit mehreren Rezensionen wird dann fallen und durch ein flexibleres ersetzt. Ist eine Rezi fertig und lektoriert, dann geht sie online und erscheint auf der Seite. Das aktuelle System ist vor allem der Machbarkeit geschuldet, da mehrere html-Dateien von Hand verändert und dann neu hochgeladen werden müssen, um das Update online anzeigen zu können. Und das ist weder elegant, noch flott, noch einfach.

Neben der Arbeit am Redesign geht auch die Arbeit an diversen Downloads weiter voran, mit denen wir dann auf der neuen DORP direkt durchstarten können… doch das ist wieder etwas für einen zukünftigen Beitrag. ;)

Willkommen im elften Jahr der DORP

Februar 2, 2010 von Thomas Michalski

Hallo zusammen!

Still und klammheimlich hat er sich dieses Jahr angeschlichen – der Geburtstag der DORP. Heute vor exakt 11 Jahre, vermutlich sogar etwa um diese Uhrzeit, ging die Webseite erstmals in Netz.
Vielleicht erinnert sich noch der eine oder andere – mit members.aol.com-URL und türkiser Farbe. Aber wir haben in den letzten Monaten so oft in unsere Geschichte zurückgeblickt, dass ich das Fass glaube ich nicht noch mal aufmachen muss.

Reden wir lieber noch kurz über unser vergangenes, zehntes Jahr, das wohl bewegteste DORP-Jahr seit langem. Es hat die Kooperation mit Prometheus und damit „Die 1W6 Freunde“ im Druck gesehen, aber auch in den letzten Wochen noch unter unserem neuen Label „DORP im Druck“ auch das DORP-Rollenspiel-Regelwerk in seine erste, reguläre Druckauflage begleitet. Es war unser zweites Jahr als Aussteller auf der RPC und unser erstes Jahr, in dem wir auf der Feencon mit Stand vertreten waren. Es ist das dritte Jahr, in dem wir zusammen mit dem Condra e.V. die Dracon in Monschau ausgerichtet haben. Und es ist das letzte Jahr, das ich als Geschäftsführer betreut habe.
Heute ist es dann soweit und es ist an mir, hiermit die Königswürden endgültig an Scorp zu übergeben, der von heute an offizieller und alleiniger Geschäftsführer der DORP GbR ist. Ich wünsche ihm viel Erfolg und bin sehr sicher, dass er Großes damit anstellen wird. Schon die letzten Monate zeigten sehr gut, dass er mit viel Eifer und Einsatz ans Werk geht. Auch wenn er eben bedauert hat, das „kommissarisch“ in seinem Titel zu verlieren. Er meint, er würde damit böser klingen ;)
Nebenher: Wusstet ihr eigentlich, dass intern die Fachbezeichnung des Chefs der DORP „Oberpropeller“ lautet? Nee? Na, dann jetzt.

Das überarbeitete, neue Logo der DORP

Was also kommt in diesem neuen, elften Jahr auf uns und damit euch zu?
Das Redesign, bitter nötig und derzeit hart erarbeitet etwa.
Das Dorpendium Maleficarum endlich, nach Jahren, im Druck.
Neue Marken. Alte Marken. Neue Downloads. Potentiell weitere Bücher.

Wir haben eine Menge vor, aber das jetzt so ins Nichts zu prophezeien bringt, wenn überhaupt, vermutlich nur Unglück. Stattdessen gratuliere ich unserer guten, alten DORP hiermit ganz herzlich zum elften Lebensjahr und unserem Geschäftsführer Michael „Scorpio“ Mingers zu seinem neuen Amt und seinen neuen Würden.

Schließen möchte ich, wie ich es schon immer getan habe: Bleibt uns gewogen, denn wir machen das alles zwar, weil es uns Spaß macht – aber ein Text ohne Leser besteht nur aus leeren Worten. Wir machen das, nicht zuletzt, auch für euch, unsere Leser!

Viele Grüße,
Thomas

Fotos vom DORP-Regelwerk

Januar 29, 2010 von Thomas Michalski

Hallo zusammen!

Das DORP-Rollenspiel

Bereits gestern kam mein Muster des DORP-Rollenspiels per Post an und heute kam ich dann dazu, auch mal einige Fotos zu machen. Wir sind hier sehr zufrieden mit dem, was man bei Book on Demand aus unseren Druckdateien gemacht hat.
Wie ich neulich schon erzählte, sind nicht alle Bilder in Druckauflösung vorhanden gewesen, doch die Mühen des behutsamen Hochskalierens haben sich gelohnt und man bemerkt vermutlich nicht mal, welche Bilder betroffen waren, wenn man es nicht weiß. Der Druck ist gestochen scharf, der Kontrast sehr angenehm und der Farbdruck gut getroffen.

Eine Beispielseite und das Lesebändchen

Die Bindung des Buches macht einen guten und robusten Eindruck, der Umschlag wirkt stoßfest und gut verarbeitet. Es gibt ein Lesebändchen, was dem Buch natürlich direkt noch einmal einen edleren Charme gibt.

Im Vergleich mit der limitieren Hardcover-Erstausgabe im A4-Format ist die neue Fassung bekanntermaßen etwas kleiner und folgt damit dem Trend handlicherer Grundregelwerke, allerdings nahezu genauso dick. Ermöglicht wurde das durch das neue und ordentlichere Layout.

Der Urgroßvater und sein Enkel: Links die limitierte Erstauflage, rechts die Neuausgabe

Von einem Vergleich der beiden Formate kann sich jeder hier mit dem nebenstehenden Bild einen eigenen Eindruck machen.

Um zu einem – sowieso subjektiven – Urteil zu kommen: Das DORP-Rollenspiel ist somit im Buchhandel als ein Produkt erschienen, das ich mir auch privat so kaufen würde. Wir sind rundum zufrieden und hoffen sehr, dass das die Kunden auch so sehen werden!

Habt ihr das Buch?
Habt ihr eine Meinung dazu?
Feedback würde uns natürlich wie immer sehr interessieren!

Wer es noch nicht hat, das aber ändern will, der schlägt am Besten direkt bei Amazon zu!

Viele Grüße,
Thomas

Das DORP-Rollenspiel bei Amazon

Januar 21, 2010 von Thomas Michalski

Wunderschönen guten Morgen zusammen!

Es ist soweit! Das DORP-Rollenspiel kann seit heute früh bei Amazon.de bestellt werden. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber für mich ist das schon ein ziemlich beeindruckender Augenblick – und auch ein wenig gruselig. Ich habe ja in den letzten Tagen einiges über die Überarbeitung, und im Laufe des Jahres einiges über die Entstehung des Spieles geschrieben. Und jetzt hat es eine ISBN bei Amazon.

Leider ist das Erstexemplar, das ich bestellt habe, nach wie vor nicht da – ich rechne mit einer Lieferung ungefähr am Montag. Daher kann ich leider noch keine Fotos von dem Buch posten. Amazon dagegen bietet mit dem „Blick ins Buch“ bereits einen ersten Einblick in den Titel.

Jetzt hoffen wir natürlich, das viele Leute zuschlagen werden und sich ihrerseits die ultimative Neuauflage unseres Spieles über die Nerdisierung der Menschheit gönnen werden. Die Chance dazu ist jetzt jedenfalls erstmalig jedem gegeben!

Interessierte schauen bei Amazon herein, oder gehen direkt über BoD, wo allerdings Porto anfällt.

Viele Grüße,
Thomas

Die Texte des DORP-Rollenspiels

Januar 17, 2010 von Thomas Michalski

Hallo zusammen!!

Wer in letzter Zeit einen alten, literarischen Klassiker bei Reclam gekauft hat, der kennt vielleicht diesen kleinen Disclaimer am Ende, dass der Text „behutsam“ modernisiert worden sei. Gemeint ist dort damit, dass er an die neue Rechtschreibung angepasst wurde. Darum heißt Lessings „Miß Sara Sampson“ jetzt dort auch „Miss Sara Sampson“. Ist ein bisschen kurios, aber nun gut.
Auch wir haben das DORP-Rollenspiel behutsam modernisiert – aber wir meinen damit etwas anderes, auch wenn wir tatsächlich ebenfalls konsequenter der Rechtschreibreform Folge leisten.

Wer das Spiel schon etwas länger kennt oder einfach meinen letzten Beitrag hier gelesen hat, der weiß, dass das Spiel bereits einige Überarbeitungen erfahren hat. Die „Platin“-Edition, die in der ersten Hardcover-Auflage steckt, wurde gegenüber der ersten Download-Version („Gold“) etwas erweitert, ebenso wie die Softcoverausgabe gegenüber dem Hardcover noch mal leicht poliert wurde und daher als „Soft Core Rules“ bezeichnet wurde; zweideutiges Wortspiel inklusive.
Jede dieser Editionen hat ein Lektorat erfahren. Eines davon sogar von Uwe „Dogio“ Mundt, der sicherlich auch zu den absoluten Urgesteinen der Internetszene des deutschen Rollenspiels zählt.
Die jetzige Version ist noch einmal von unserem Chef Scorp auf Rechtschreibfehler überprüft worden – mit erschreckendem Ergebnis. 10 Seiten war die Word-Datei mit Anmerkungen lang, die nun noch in die Druckdatei eingearbeitet worden sind. Alles nur Details; aber nach der berechtigten Kritik an der Fehlerdichte der „1W6 Freunde“ wollten wir uns dieses Mal nicht lumpen lassen. Wir haben schon in zu vielen Rezensionen einen Mangel an Rechtschreibung attestiert, um jetzt wieder in die selbe Kerbe zu hauen.

Doch damit nicht genug. Recht früh im Zuge der Überarbeitung haben wir uns gefragt, ob wir inhaltlich an den Texten ebenfalls etwas ändern wollen. Wir haben uns gegen größere Einschnitte entschieden, denn wie hier schon einmal gesagt, ist das DORP-Rollenspiel-Grundregelwerk auch einfach so sehr durch ein bestimmtes Lebensgefühl der Autoren gekennzeichnet, dass es das Spiel verzerrt hätte, da zu tief einzugreifen. Mehr noch: Das „Dorpendium“ bringt entsprechend ja ein anderes Gefühl mit sich, da es zu einem späteren Zeitpunkt in unserem Leben entstanden ist. Und das ist uns wichtig, sogar im Hinblick auf „Format DORP“ irgendwo in der Zukunft. Hier jetzt tief in den Text des Grundspiels einzugreifen wäre einfach nicht gegangen.

Dennoch gab es hier und da Änderungsbedarf. Beispielsweise bei den Texten zu unseren Zeichnern. Da waren viele Links veraltet und auch inhaltlich hat sich bei vielen von ihnen etwas getan; Änderungen, die wir entsprechend berücksichtigt und aufgenommen haben.

Ein anderes Beispiel für das, was wir behutsame Änderungen nennen, findet man im Abenteuer „Rebellion der Backwaren“. Die Nerds darin, also die Spielercharaktere, sind in der bisherigen Fassung auf dem Weg zu Karlscon nach Aachen. Die gab es, anno 2002, auch wirklich. Anno 2009 hat aber schon lange, lange Zeit keine Karlscon mehr stattgefunden. Wir haben beschlossen, dahingehend einfach etwas selbstbezogen zu sein und das Reiseziel zu unserer eigenen „Dracon“ nach Monschau zu ändern. Natürlich spielt das eigentliche Abenteuer noch immer in Aachen mit allem, was dazu gehört, aber die neue Anreise führt zu winzigen Änderungen, die das Abenteuer aber letztlich sogar etwas runder gemacht haben, als es bisher schon war.

Der einzige wirklich komplett neue Text ist ein neues Vorwort, das ergänzend zur alten Einleitung nun in dem Buch zu finden ist. Der stammt alleine aus meiner Feder, was aber nicht heißt, das Marcel und Matthias nicht mehr an dem Spiel beteiligt wären. Nur ist es mittlerweile im Dreieck Aachen-Köln-München leider sehr schwer, eigentlich unmöglich, sich für so etwas noch mal zusammen zu setzen.
Abgesehen von solchen Details ist das Buch inhaltlich aber nach wie vor genau das, was Kenner der vorigen Auflagen eben schon, nun, kennen. Wenn ihr einen Lieblingsgag, eine Lieblingsszene oder etwas in der Art habt, so fürchtet nicht, die ist mit Sicherheit noch im Buch. Einzig das, was heute einfach nicht mehr verständlich war, haben wir mit sanfter Hand ins neue Jahrzehnt geführt.
Und genau so wollten wir es auch haben.

Viele Grüße,
Thomas