Blut und Titten auf der DORP

März 15, 2010 von Scorpio

Ja, ich schreibe an einem Savage-Worlds-Setting, das Blut und Titten heißt. Interesse geweckt? Ich denke schon, denn Blut und Titten funktioniert immer.

Nun, wie kam es dazu? Markus, seines Zeichens verantwortlich für die Illustrationen der meisten DORP-Downloads, und meine Wenigkeit saßen auf der RPC 2008 am Stand der DORP und haben lange unsere Scherze über ein deutsches Rollenspiel gemacht, dass es seinen Erfolg nur auf Blut und Titten stützen könnte. Und während wir herumscherzten kam dann die Frage auf, ob wir nicht ein Spiel für genau diese Ansprüche machen könnten. Nur ehrlicher, darauf konzentriert, den Geist des Spieles zu erfassen und es klar zu einem Spiel des blutigen Gemetzels zu machen, in dem großbusige Schönheiten sich neben muskelbepackten Kriegern in Abenteuer stürzen konnten.

Viele Überlegungen später entschloss ich mich dann Savage Worlds als Regelsystem zu nehmen, da wir aktuell in unseren Gruppen alle ziemlich begeistert von dem Spiel sind und es mit seinem „Fast! Furious! Fun!“-Gedanken einfach perfekt auf unsere Bedürfnisse passte. Blut und Titten ist kein Spiel der subtilen Interaktion, des persönlichen Horrors oder elaborierten Handlungen. Es ist ein Spiel, in dem die Teilnehmer durch das Blut ihrer unwürdigen Gegner waten, vollbusige Schönheiten vor bösen Zauberern retten und ihre Reichtümer für das flüchtige Vergnügen einer durchfeierten Woche verprassen. Es soll primitiv, sexistisch und gewaltverherrlichend sein. Und alles mit einem Augenzwinkern.

Auf dem Feencon 2009 konnten wir bereits viele Leute für Markus’ großartiges Cover begeistern und einige konservative ältere Herren schocken. Beim Setting-Wettbewerb von Prometheus Games konnte der Entwurf das ich vorgestellt hatte immerhin den sechsten Platz abgreifen, also scheint es durchaus Interesse an Blut und Titten zu geben. Well…Duh!

Blutige Quellen

Eine große Inspirationsquelle für das Spiel waren diverse Videospiele und Fatalities. Das sind besondere Tötungsanimationen und Spezialattacken, die meist besonders effektvoll sind und nicht selten auch extra belohnt werden, sei es nun mit Punkten, Heilung, mehr Schaden, etc. Ich denke da besonders an Golden Axe Beast Rider (Xbox 360), Viking (Xbox 360, PS3), Rune (PC), Total Warrior: Spartan (Xbox), Shadow of Rome (PS2), Weapon Lord (SNES), Mortal Kombat (diverse Teile auf diversen Systemen), Gears of War (Xbox 360), God of War I & II (PS2) und Ninja Blade (Xbox 360, PC). Aber auch Filme wie 300, Conan der Barbar, Conan der Zerstörer, Islandic Warrior, Pathfinder, Scorpion King, Barbaren – Stärker als Feuer und Eisen, Der Unbezwingbare Barbar und Ator haben einen bestimmten barbarischen, blutigen und auch trashigen Stil, den ich gerne in einem Spiel sehen wollte. Sex & Gore ist ja nicht den “neuen Medien” *hüstel* vorbehalten, wie man in Büchern wie Conan von Robert E. Howard, Die Gotrek & Felix-Romane von William King aus der Warhammer-Fantasy-Reihe, die Gor-Romane von John Norman nachlesen kann. Wer mit diesen Quellen etwas anfangen kann, der sollte auch Blut und Titten im Auge behalten.

Bald gibt es dann hier auch noch die Kernkonzepte des Spiels und wie sich das Spiel seit den ersten Entwürfen bislang entwickelt hat.

Das Kreuz mit dem Redesign

März 9, 2010 von Scorpio

Wer die DORP regelmäßig besucht, dem wird auffallen, dass unsere Update-Frequenz in den letzten Monaten gelitten hat. Hier hatten wir bereits schon einmal darauf hingewiesen, das wir umbauen, aber damit nicht der Eindruck aufkommt, dass wir aufgegeben hätten, gibt es einen ersten Ausblick auf die Dinge, die ihrer Veröffentlichung harren.

Wenn wir fertig sind, dann erwartet euch die beste, schönste und übersichtlichste DORP-Homepage aller Zeiten. Das kostet so viel Zeit, weil die Internetpräsenz der DORP damit a) zum ersten Mal hübsch und b) zum ersten mal übersichtlich wird. Aber… Oh, die neuen Möglichkeiten die wir haben werden! Direktverlinkung von Rezensionen, eine umfassende Suchfunktion, Kommentare zu den Rezis, vereinheitlichte Wertungen bzw. der Wegfall der Noten, einen Fazitkasten, Lektorat (!), RSS-Benachrichtigung bei neuen Inhalten und und und… Cover bei den Rezis. Ja, endlich werden auch die Cover und viele andere Bilder auf der DORP zu finden sein!

Was erst einmal banal klingt, wird recht biestig, wenn man sich die bisherige Zahl von Rezensionen auf der DORP anschaut, für die wir noch die Cover suchen oder einscannen müssen. Wir haben mehr als 1.200 (!) Rezensionen in den letzten zehn Jahren zusammengetragen und dafür Cover zu suchen… ist mühselig, selbst bei Arbeitsteilung. Der durchschnittliche Aufwand pro Cover liegt bei etwa einer Minute, weswegen man alleine für die Suche nach den Buchvorderseiten mal eben lockere 20 Arbeitsstunden veranschlagen kann.

Leider wird unser neues Datenbanksystem die Rezensionen wohl nicht selbstständig übernehmen können. Das heißt, dass wir nach einer Testphase alles händisch übertragen werden, was sicherlich auch noch einmal ordentlich Zeit kostet. Damit wir aber a) arbeitstechnisch etwas entlastet werden und b) später nicht so viele Rezensionen übertragen müssen, haben wir die Zahl der Updates gesenkt. Reziexemplare und Rezis zu aktuellen Produkten kommen nach wie vor schnell online, aber bei einigen etabliert sich momentan noch die Lagerhaltung.

Wenn wir endlich das Redesign fertig, getestet und online haben, kehren wir aber auch nicht zu den etablierten Veröffentlichungen zurück. Das aktuelle Verfahren von Update am Sonntag oder Montag mit mehreren Rezensionen wird dann fallen und durch ein flexibleres ersetzt. Ist eine Rezi fertig und lektoriert, dann geht sie online und erscheint auf der Seite. Das aktuelle System ist vor allem der Machbarkeit geschuldet, da mehrere html-Dateien von Hand verändert und dann neu hochgeladen werden müssen, um das Update online anzeigen zu können. Und das ist weder elegant, noch flott, noch einfach.

Neben der Arbeit am Redesign geht auch die Arbeit an diversen Downloads weiter voran, mit denen wir dann auf der neuen DORP direkt durchstarten können… doch das ist wieder etwas für einen zukünftigen Beitrag. ;)

Willkommen im elften Jahr der DORP

Februar 2, 2010 von Thomas Michalski

Hallo zusammen!

Still und klammheimlich hat er sich dieses Jahr angeschlichen – der Geburtstag der DORP. Heute vor exakt 11 Jahre, vermutlich sogar etwa um diese Uhrzeit, ging die Webseite erstmals in Netz.
Vielleicht erinnert sich noch der eine oder andere – mit members.aol.com-URL und türkiser Farbe. Aber wir haben in den letzten Monaten so oft in unsere Geschichte zurückgeblickt, dass ich das Fass glaube ich nicht noch mal aufmachen muss.

Reden wir lieber noch kurz über unser vergangenes, zehntes Jahr, das wohl bewegteste DORP-Jahr seit langem. Es hat die Kooperation mit Prometheus und damit „Die 1W6 Freunde“ im Druck gesehen, aber auch in den letzten Wochen noch unter unserem neuen Label „DORP im Druck“ auch das DORP-Rollenspiel-Regelwerk in seine erste, reguläre Druckauflage begleitet. Es war unser zweites Jahr als Aussteller auf der RPC und unser erstes Jahr, in dem wir auf der Feencon mit Stand vertreten waren. Es ist das dritte Jahr, in dem wir zusammen mit dem Condra e.V. die Dracon in Monschau ausgerichtet haben. Und es ist das letzte Jahr, das ich als Geschäftsführer betreut habe.
Heute ist es dann soweit und es ist an mir, hiermit die Königswürden endgültig an Scorp zu übergeben, der von heute an offizieller und alleiniger Geschäftsführer der DORP GbR ist. Ich wünsche ihm viel Erfolg und bin sehr sicher, dass er Großes damit anstellen wird. Schon die letzten Monate zeigten sehr gut, dass er mit viel Eifer und Einsatz ans Werk geht. Auch wenn er eben bedauert hat, das „kommissarisch“ in seinem Titel zu verlieren. Er meint, er würde damit böser klingen ;)
Nebenher: Wusstet ihr eigentlich, dass intern die Fachbezeichnung des Chefs der DORP „Oberpropeller“ lautet? Nee? Na, dann jetzt.

Das überarbeitete, neue Logo der DORP

Was also kommt in diesem neuen, elften Jahr auf uns und damit euch zu?
Das Redesign, bitter nötig und derzeit hart erarbeitet etwa.
Das Dorpendium Maleficarum endlich, nach Jahren, im Druck.
Neue Marken. Alte Marken. Neue Downloads. Potentiell weitere Bücher.

Wir haben eine Menge vor, aber das jetzt so ins Nichts zu prophezeien bringt, wenn überhaupt, vermutlich nur Unglück. Stattdessen gratuliere ich unserer guten, alten DORP hiermit ganz herzlich zum elften Lebensjahr und unserem Geschäftsführer Michael „Scorpio“ Mingers zu seinem neuen Amt und seinen neuen Würden.

Schließen möchte ich, wie ich es schon immer getan habe: Bleibt uns gewogen, denn wir machen das alles zwar, weil es uns Spaß macht – aber ein Text ohne Leser besteht nur aus leeren Worten. Wir machen das, nicht zuletzt, auch für euch, unsere Leser!

Viele Grüße,
Thomas

Fotos vom DORP-Regelwerk

Januar 29, 2010 von Thomas Michalski

Hallo zusammen!

Das DORP-Rollenspiel

Bereits gestern kam mein Muster des DORP-Rollenspiels per Post an und heute kam ich dann dazu, auch mal einige Fotos zu machen. Wir sind hier sehr zufrieden mit dem, was man bei Book on Demand aus unseren Druckdateien gemacht hat.
Wie ich neulich schon erzählte, sind nicht alle Bilder in Druckauflösung vorhanden gewesen, doch die Mühen des behutsamen Hochskalierens haben sich gelohnt und man bemerkt vermutlich nicht mal, welche Bilder betroffen waren, wenn man es nicht weiß. Der Druck ist gestochen scharf, der Kontrast sehr angenehm und der Farbdruck gut getroffen.

Eine Beispielseite und das Lesebändchen

Die Bindung des Buches macht einen guten und robusten Eindruck, der Umschlag wirkt stoßfest und gut verarbeitet. Es gibt ein Lesebändchen, was dem Buch natürlich direkt noch einmal einen edleren Charme gibt.

Im Vergleich mit der limitieren Hardcover-Erstausgabe im A4-Format ist die neue Fassung bekanntermaßen etwas kleiner und folgt damit dem Trend handlicherer Grundregelwerke, allerdings nahezu genauso dick. Ermöglicht wurde das durch das neue und ordentlichere Layout.

Der Urgroßvater und sein Enkel: Links die limitierte Erstauflage, rechts die Neuausgabe

Von einem Vergleich der beiden Formate kann sich jeder hier mit dem nebenstehenden Bild einen eigenen Eindruck machen.

Um zu einem – sowieso subjektiven – Urteil zu kommen: Das DORP-Rollenspiel ist somit im Buchhandel als ein Produkt erschienen, das ich mir auch privat so kaufen würde. Wir sind rundum zufrieden und hoffen sehr, dass das die Kunden auch so sehen werden!

Habt ihr das Buch?
Habt ihr eine Meinung dazu?
Feedback würde uns natürlich wie immer sehr interessieren!

Wer es noch nicht hat, das aber ändern will, der schlägt am Besten direkt bei Amazon zu!

Viele Grüße,
Thomas

Das DORP-Rollenspiel bei Amazon

Januar 21, 2010 von Thomas Michalski

Wunderschönen guten Morgen zusammen!

Es ist soweit! Das DORP-Rollenspiel kann seit heute früh bei Amazon.de bestellt werden. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber für mich ist das schon ein ziemlich beeindruckender Augenblick – und auch ein wenig gruselig. Ich habe ja in den letzten Tagen einiges über die Überarbeitung, und im Laufe des Jahres einiges über die Entstehung des Spieles geschrieben. Und jetzt hat es eine ISBN bei Amazon.

Leider ist das Erstexemplar, das ich bestellt habe, nach wie vor nicht da – ich rechne mit einer Lieferung ungefähr am Montag. Daher kann ich leider noch keine Fotos von dem Buch posten. Amazon dagegen bietet mit dem „Blick ins Buch“ bereits einen ersten Einblick in den Titel.

Jetzt hoffen wir natürlich, das viele Leute zuschlagen werden und sich ihrerseits die ultimative Neuauflage unseres Spieles über die Nerdisierung der Menschheit gönnen werden. Die Chance dazu ist jetzt jedenfalls erstmalig jedem gegeben!

Interessierte schauen bei Amazon herein, oder gehen direkt über BoD, wo allerdings Porto anfällt.

Viele Grüße,
Thomas

Die Texte des DORP-Rollenspiels

Januar 17, 2010 von Thomas Michalski

Hallo zusammen!!

Wer in letzter Zeit einen alten, literarischen Klassiker bei Reclam gekauft hat, der kennt vielleicht diesen kleinen Disclaimer am Ende, dass der Text „behutsam“ modernisiert worden sei. Gemeint ist dort damit, dass er an die neue Rechtschreibung angepasst wurde. Darum heißt Lessings „Miß Sara Sampson“ jetzt dort auch „Miss Sara Sampson“. Ist ein bisschen kurios, aber nun gut.
Auch wir haben das DORP-Rollenspiel behutsam modernisiert – aber wir meinen damit etwas anderes, auch wenn wir tatsächlich ebenfalls konsequenter der Rechtschreibreform Folge leisten.

Wer das Spiel schon etwas länger kennt oder einfach meinen letzten Beitrag hier gelesen hat, der weiß, dass das Spiel bereits einige Überarbeitungen erfahren hat. Die „Platin“-Edition, die in der ersten Hardcover-Auflage steckt, wurde gegenüber der ersten Download-Version („Gold“) etwas erweitert, ebenso wie die Softcoverausgabe gegenüber dem Hardcover noch mal leicht poliert wurde und daher als „Soft Core Rules“ bezeichnet wurde; zweideutiges Wortspiel inklusive.
Jede dieser Editionen hat ein Lektorat erfahren. Eines davon sogar von Uwe „Dogio“ Mundt, der sicherlich auch zu den absoluten Urgesteinen der Internetszene des deutschen Rollenspiels zählt.
Die jetzige Version ist noch einmal von unserem Chef Scorp auf Rechtschreibfehler überprüft worden – mit erschreckendem Ergebnis. 10 Seiten war die Word-Datei mit Anmerkungen lang, die nun noch in die Druckdatei eingearbeitet worden sind. Alles nur Details; aber nach der berechtigten Kritik an der Fehlerdichte der „1W6 Freunde“ wollten wir uns dieses Mal nicht lumpen lassen. Wir haben schon in zu vielen Rezensionen einen Mangel an Rechtschreibung attestiert, um jetzt wieder in die selbe Kerbe zu hauen.

Doch damit nicht genug. Recht früh im Zuge der Überarbeitung haben wir uns gefragt, ob wir inhaltlich an den Texten ebenfalls etwas ändern wollen. Wir haben uns gegen größere Einschnitte entschieden, denn wie hier schon einmal gesagt, ist das DORP-Rollenspiel-Grundregelwerk auch einfach so sehr durch ein bestimmtes Lebensgefühl der Autoren gekennzeichnet, dass es das Spiel verzerrt hätte, da zu tief einzugreifen. Mehr noch: Das „Dorpendium“ bringt entsprechend ja ein anderes Gefühl mit sich, da es zu einem späteren Zeitpunkt in unserem Leben entstanden ist. Und das ist uns wichtig, sogar im Hinblick auf „Format DORP“ irgendwo in der Zukunft. Hier jetzt tief in den Text des Grundspiels einzugreifen wäre einfach nicht gegangen.

Dennoch gab es hier und da Änderungsbedarf. Beispielsweise bei den Texten zu unseren Zeichnern. Da waren viele Links veraltet und auch inhaltlich hat sich bei vielen von ihnen etwas getan; Änderungen, die wir entsprechend berücksichtigt und aufgenommen haben.

Ein anderes Beispiel für das, was wir behutsame Änderungen nennen, findet man im Abenteuer „Rebellion der Backwaren“. Die Nerds darin, also die Spielercharaktere, sind in der bisherigen Fassung auf dem Weg zu Karlscon nach Aachen. Die gab es, anno 2002, auch wirklich. Anno 2009 hat aber schon lange, lange Zeit keine Karlscon mehr stattgefunden. Wir haben beschlossen, dahingehend einfach etwas selbstbezogen zu sein und das Reiseziel zu unserer eigenen „Dracon“ nach Monschau zu ändern. Natürlich spielt das eigentliche Abenteuer noch immer in Aachen mit allem, was dazu gehört, aber die neue Anreise führt zu winzigen Änderungen, die das Abenteuer aber letztlich sogar etwas runder gemacht haben, als es bisher schon war.

Der einzige wirklich komplett neue Text ist ein neues Vorwort, das ergänzend zur alten Einleitung nun in dem Buch zu finden ist. Der stammt alleine aus meiner Feder, was aber nicht heißt, das Marcel und Matthias nicht mehr an dem Spiel beteiligt wären. Nur ist es mittlerweile im Dreieck Aachen-Köln-München leider sehr schwer, eigentlich unmöglich, sich für so etwas noch mal zusammen zu setzen.
Abgesehen von solchen Details ist das Buch inhaltlich aber nach wie vor genau das, was Kenner der vorigen Auflagen eben schon, nun, kennen. Wenn ihr einen Lieblingsgag, eine Lieblingsszene oder etwas in der Art habt, so fürchtet nicht, die ist mit Sicherheit noch im Buch. Einzig das, was heute einfach nicht mehr verständlich war, haben wir mit sanfter Hand ins neue Jahrzehnt geführt.
Und genau so wollten wir es auch haben.

Viele Grüße,
Thomas

Die Illustrationen des DORP-Regelwerks

Januar 15, 2010 von Thomas Michalski

Hallo zusammen!!

Während alle unsere Augen auf BoD gerichtet sind und wir auf Vollzugsmeldungen warten, dachte ich, kann ich ja auch noch etwas aus der Entstehung der Neuauflage plaudern.
Es ist nun das bereits vierte Mal, dass ich das Spiel gelayoutet habe. Zuerst in der klassischen Download-Fassung („Gold“), in der erweiterten Fassung, auf der bereits die erste Druckfassung basierte (u.a. erweitert um die je zwei Archetypen je Regiment und natürlich das tolle Abenteuer um die diabolischen Backwaren; „Platin“), danach dann noch mal für die neuerliche Softcover-Drucklauflage des Spiels („Soft Core Rules“). Und jetzt halt, nicht zuletzt aufgrund des neuen Formats, für die Auflage on demand.

Dabei stellte sich im Bereich der Illustrationen einiges ganz anders dar, als es das noch vor wenigen Jahren getan hat. So war es beispielsweise eine leichte Entscheidung zu sagen, dass die Bilder, die farbig angelegt sind, auch endlich im Druck in Farbe erstrahlen sollen. Das hätte uns bei den Erstauflagen echt arm gemacht, mittlerweile ist es gar kein Problem mehr. Daraus erwuchs auch die Entscheidung, die DORPANA-Karten teilweise als grafische Elemente mit in das Buch einzubetten, denn in Farbe konnten diese in einem Maße erstrahlen, dass das lohnenswert machte.

Dabei aber stolperten wir über ein paar erste Schwierigkeiten. So zeigt die Karte „Die Mauer“ etwa einen Screenshot von der Schlacht um Helms Klamm. Das geht bei einem pixeligen Gratis-Download vielleicht noch, aber es geht nicht im Rahmen einer kommerziellen Nutzung. Hier war es einfach: Da eh nicht alle Karten im Buch untergekommen sind, blieb auch die Schlacht um „Die Mauer“ draußen, auch wenn wir die Idee der Karte sehr mögen.

Das Logo der Michalskieliten, Version 2002

Doch gibt es im Buch noch einen zweiten Problemfall: Das Regimentsymbol der Michalskieliten. Das ist eine Parodie auf das „Michaeliten“-Symbol aus Feder&Schwerts „Engel“ gewesen, aber auf Basis einer ihrer Grafiken. Problemstellung also wie oben – das geht nicht. Hier war der Weg zur Lösung schwerer: Die Michalskieliten haben ein neues Symbol erhalten. Eine Mischung aus Frage- und Ausrufezeichen, kombiniert mit dem gängigen Symbol für RSS-Feeds ergeben zusammen nicht nur einen schönen Symbolkatalog zum Regiment, sondern sahen auch etwas nach Skriptura aus, so dass die Engel-Analogie sogar erhalten blieb, zumindest implizit.

Das neue Logo der Michalskieliten, anno 2009

Aber die Schwierigkeiten gingen weiter. Die erste Fassung des DORP-Rollenspiels ist jetzt fast neun Jahre alt. Die erste Layout-Version entstand in MS Word, die meisten eigenen Illustrationen in Photoshop 7. Von druckfähigen 300 dpi war da abseits des tollen Covers von Tobi Mannewitz wenig zu sehen.
Auch hier bin ich also sozusagen an den Ursprung zurückgekehrt. Einige Illustrationen, etwa die anderen beiden Regiment-Symbole, wurden kräftig überarbeitet und sind jetzt nicht nur etwas hipper in der Gestaltung, sondern eben auch voll aufgelöst. Andere Bilder, etwa die Farbtabelle oder die Abbildung der Hand mit dem eintätowierten DORP-Logo, habe ich von Grund auf neu erstellt. Bei Letzterem ergab das sogar noch die Gelegenheit, Djurdjevics DORP-Kapuzenmann auch hier aus dem Weg zu räumen und durch das neue Logo zu ersetzen.
Apropos neues Logo: Die gesamte DORP verwendet ja mittlerweile den Schriftzug, den Tobias Mannewitz damals für unser Cover gestaltet hat, als generelles Logo. Die Auferstehung des DORP-Regelwerks war für uns Anlass, auch daran noch mal zu feilen – immerhin ist auch das Redesign langsam nahe. Torben Hoffmann hat das übernommen und geschliffen, was in der Rohform bereits gut, aber eben nicht perfekt war. Der neue DORP-Schriftzug ist auf dem ersten Blick kaum vom alten zu unterscheiden, ist aber in den Details doch deutlich optimiert worden. Das neue Regelwerk wird ihn erstmalig der Öffentlichkeit zeigen.

Aber zurück zu den Illustrationen. Denn nicht nur unsere Illus, auch die Bilder, die damals aus der ganzen Szene beigesteuert worden waren, lagen teilweise nicht in der ersehnten Auflösung vor. Und da im Grunde kaum noch die Originale dieser fast ein Jahrzehnt alten Grafiken aufzutreiben waren, standen wir hier vor einem Problem, das sich nicht ganz perfekt lösen ließ.
Im Endeffekt haben wir uns an einem zaghaften „Upscaling“ versucht, sofern das halt möglich ist. Denn auch das beste Programm findet keine Bilddaten da, wo keine Bilddaten sind. Und da eines der Bilder sogar nur in 50 dpi vorgelegen hat, wird vermutlich auch im Druck nicht ganz perfekt aussehen. Ich denke aber, wir haben heraus geholt, was herauszuholen war und unsere Aussage, dass es die beste Edition des Spiels, und das für die Ewigkeit, sein soll, greift auch hier.
Es waren Altlasten, auf die ich da gestoßen war, über die anno 2002 einfach niemals jemand nachgedacht hat.

Ich nehme an, das gleiche Phänomen wird uns bei einer entsprechenden Aufbereitung des Dorpendiums noch einmal ereilen. Dort sogar in einem Punkt noch viel schwerwiegender, aber das ist eine Geschichte für einen anderen Abend.

Das nächste Mal erzähle ich dann mal, wie wir uns behutsam auch den Texte genähert haben.
Und beim nächsten „DORP im Druck“-Projekt kommen die Werkstattberichte dann auch nicht am Ende, so wie dieses Mal.

Ich wünsche euch noch einen schönen Abend und einen tollen Start ins Wochenende!

Viele Grüße,
Thomas

Das DORP-Rollenspiel ist in Produktion

Januar 13, 2010 von Thomas Michalski

Hallo zusammen!

Heute irgendwann im Nachmittag haben wir das Projekt abgeschlossen. Alle Informationen und Druckdaten sind jetzt bei BoD in Norderstedt, ab jetzt liegt es in den Händen des vermutlich fast vollautomatisierten Produktionsapparates dort. Aber der Erfahrung nach sollte das Buch binnen ein und zwei Wochen spätestens dort, und wenige Tage darauf im gesamten Buchhandel erhältlich sein. Ich halte euch hier da natürlich auf dem Laufenden.

Sowie das erste Exemplar bei mir eintrifft, gibt es natürlich auch Fotos und weitere Beschreibungen des Endproduktes. Insgesamt war es durch das neue Format und die Anforderungen eines „echten“ Druckablaufs weitaus mehr Arbeit als eingangs vermutet, aber ich denke, es hat sich gelohnt.
Wer jetzt noch kein DORP-Regelwerk sein Eigen nennt oder einfach die Sammlung vervollständigen will, liegt bei dem Buch sicherlich genau richtig.
Vor allem kommt es so schön pünktlich zum elften Geburtstag der DORP und ist ein schönes Zeichen nicht nur für unsere neu geschaffene Abteilung „DORP im Druck“, sondern auch zugleich für das insgesamt neue Zeitalter, das für uns mit dem kommenden Jahr eingeleitet wird.

Viele Grüße,
Thomas

Der Umschlag der DORP-Druckauflage

Januar 9, 2010 von Thomas Michalski

Hallo zusammen!

Versprechen gehören gehalten!
Damit dem auch so ist, präsentiere ich euch heute den Umschlag der Hardcover-on-Demand-Auflage des DORP-Rollenspiels, die hoffentlich spätestens Anfang Februar ganz regulär über den Buchhandel zu beziehen sein wird.

Das DORP-Rollenspiel

Das Cover kennt ihr sicher; denn hey, es wäre nicht mehr das DORP-Rollenspiel, wenn wir nicht Tobias Mannewitz’ tolles Frontmotiv verwenden würden. Der Rest hingegen sieht, so denken wir jedenfalls, um Welten besser aus als alles, was wir um die beiden vorigen Auflagen gewickelt haben.

Sowie es weitere News um das Spiel und seine Druckversion gibt, erfahrt ihr sie natürlich zuerst an dieser Stelle hier!

Viele Grüße,
Thomas

Weitere Neuigkeiten zum Regelwerk des DORP-Rollenspiels

Januar 7, 2010 von Thomas Michalski

Hallo zusammen!

Während Scorpio sich bereits hervorragend um alles rund um die DORP als Webseite, das Redesign und unsere allgemeine Planung kümmert, gibt es mir wie erhofft die Zeit, mich mit vollem Eifer an unser derzeitiges Großprojekt neben der Neuschöpfung unserer Seite zu geben: „DORP im Druck“.
Und es geht voran an der DORP-Regelwerk-Front. Das Cover ist nun intern abgesegnet (die versprochene Vorschau folgt!), ebenso der eigentliche Buchblock. 132 Seiten misst das Buch in der Neuauflage, davon 26 in Vollfarbe. Der finale Verkaufspreis steht ebenfalls endgültig fest und wird bei 23,95 Euro liegen – bei einem teils farbigen Hardcover, das nicht gleich in großer Auflage gedruckt wird, denke ich ein sehr fairer Preis.
Wir haben auch bereits unsere ISBN: „Das DORP-Rollenspiel“ wird unter der Nummer 978-3-8391-4908-9 in den Handel kommen.

Das einzige, woran wir derzeit noch schrauben – hier wird es schon fast ironisch – sind die letzten drei Seiten des Buches, die wir für Werbung in eigener Sache nutzen. Und während man, man gestehe mir den Seitenhieb zu, bei manchem Rollenspielprodukt das Gefühl nicht los wird, dass das niemals jemand nach dem Layout noch mal gegen gelesen hat, wird bei uns selbst dieser Teil des Buches mit Argusaugen untersucht und mit viel Hingabe perfektioniert.
Wir befinden uns dahingehend ohnehin in einer spannenden Rolle: Seit zehn Jahr kritisieren wir nun bei der DORP Rollenspielprodukt und andere Verlagserscheinungen wie Bücher und Comics, oft nicht zuletzt ob ihrer Systematik und dem oftmals fragwürdigen Lektorat. Mit „DORP im Druck“ nun wollen wir es besser machen, denn erstmals in unserer Geschichte geben Leute, wenn auch durch die Schleuse BoD, ihr Geld direkt an uns. Da steht kein Mittelsmann und kein Kooperationspartner – da stehen nur wir, sowie BoD als Vertriebspartner. Und wenn man schon seit Jahren hohe Ansprüche an andere anlegt, wäre es zweifelsohne falsch, diese nicht auch an sich selbst anzulegen.
Ich bin aber zuversichtlich, dass wir unserer eigenen Messlatte durchaus gerecht werden können.

Ich möchte keine genaue Prognose riskieren, aber Ende Januar, Anfang Februar wird es wohl soweit sein: Dann wird man das DORP-Rollenspiel ganz einfach kaufen können. In der zweifelsohne reifsten und perfektesten Version, die wir von diesem Spiel jemals präsentiert haben.

Viele Grüße,
Thomas